Vortrag zu Thema "Organspende"

Detail

Unsere Zehntklässler tauschten sich ausführlich mit einer Intensivpflegekraft zu diesem wichtigen Thema aus

Geredet werden muss auch über… 

…Organspende! 

In der Woche nach den schriftlichen Abschlussprüfungen erhielt die 10. Jahrgangsstufe die Gelegenheit, sich intensiv mit dem Thema „Organspende“ auseinanderzusetzen. Als Referentin war Kathrin Neubauer, Ideengeberin und Gründerin des Projekts „Leben 2.0 on tour“, zu Gast. Neben ihrem Beruf als Intensivpflegekraft am Klinikum Kaufbeuren ist es ihr seit Jahren ein großes Anliegen, vor Schulklassen zu referieren – und das alles ehrenamtlich. Unterstützt wird das Projekt von der LMU München, in diesem Zusammenhang ein Fest für herzkranke Kinder mitfinanzieren konnte auch die Realschule vor einigen Jahren.    

In ihrem Vortrag erklärte die Referentin den Anwesenden, unter welchen Voraussetzungen eine Organspende möglich ist, wie selbige genau abläuft und welche rechtlichen Vorgaben in Deutschland im Vergleich zu europäischen Nachbarländern gelten. Auch auf die etwa in Österreich bestehende Widerspruchslösung und die aktuelle Diskussion in der deutschen Politik wurde Bezug genommen und regte die Jugendlichen zur Diskussion an.  

Kathrin Neubauer berichtete zudem von den Herausforderungen, mit denen Menschen auf der Warteliste für ein Spenderorgan konfrontiert sind. Anhand eindrucksvoller Einzelschicksale, etwas vom Projektmitbegründer Thomas Krauß, der seit Jahren auf ein Spenderherz wartet und selbst schon einmal in der Realschule über seine Situation sprach, wurde sehr deutlich, welche Bedeutung eine Organspende für schwerkranke Patientinnen und Patienten haben und wie sie Leben retten oder die Lebensqualität entscheidend verbessern kann. Die Fragen aus den Schülerreihen zeigten, wie sehr dieses Thema berührt und betroffen macht.  

Der Vortrag bestätigte erneut eindrucksvoll, dass eine frühzeitige und fundierte Auseinandersetzung mit dem Thema „Organspende“ wichtig ist – egal in welchem Alter. Unabhängig davon, wie die persönliche Entscheidung letztlich ausfällt, ermutigte Kathrin Neubauer die Jugendlichen, sich bereits jetzt mit dem Thema bewusst zu beschäftigen, den eigenen Willen mit der Familie zu besprechen und schriftlich zu bekunden. Denn die Angehörigen sind es, die den Willen der Patienten im entscheidenden Moment mittragen müssen. Wie groß das Interesse der Zuhörerschaft war, zeigte sich nach dem Vortrag, als noch weitere Fragen an Frau Neubauer herangetragen wurden und von der Mitnahme des Organspendeausweises rege Gebrauch gemacht wurde.  

Sandra Funk 

(Bilder: Klaus Schuhbeck) 

Referentin Kathrin Neubauer vom Klinikum Kaufbeuren
Referentin Kathrin Neubauer vom Klinikum Kaufbeuren
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Infomaterial und Organspendeausweise lagen bereit
Infomaterial und Organspendeausweise lagen bereit
Im Anschluss fand ein reger Austausch zum Thema statt
Im Anschluss fand ein reger Austausch zum Thema statt